Dysphorie bezeichnet ein starkes Gefühl körperlichen und/oder sozialen Unwohlseins. Im Kontext von Queerness kann Geschlechtsdysphorie entstehen, wenn das zugeschriebene Geschlecht nicht mit der eigenen Geschlechtsidentität übereinstimmt. Das daraus resultierende Unwohlsein kann selbstschädigendes Verhalten, Depressionen oder ähnliche psychische Reaktionen zur Konsequenz haben. Neben der Arbeit an der Selbstwahrnehmung kann vor allem eine Transition dabei unterstützen, Geschlechtsdysphorie abzubauen. Deshalb wird diese auch als Diagnosekriterium zur Ermöglichung einer medizinischen Transition geführt. So entsteht der Eindruck, dass Geschlechtsdysphorie eine Voraussetzung ist, um als trans* zu gelten. Es muss jedoch festgehalten werden, dass trans* eine Selbstbezeichnung ist, die nicht zwangsläufig mit einem pathologischen Wert einhergehen muss.
Viele trans* Personen meiden Sport, weil dieser zu Dysphorie führt, zum einen auf sozialer Ebene durch Zuordnungen zu einem vergeschlechtlichten Team und Umkleiden, aber auch aufgrund der wichtigen Bedeutung, die der eigene Körper einnimmt. Gleichzeitig kann Sport auch empowernd in Bezug auf Geschlecht sein, wenn z. B. die Körperform durch bestimmte Trainings verändert wird oder es eine selbstverständliche Aufnahme in Teams des eigenen Geschlechts gibt.