Intergeschlechtlich

Intergeschlechtlichkeit bezeichnet biologische Besonderheiten bei der Geschlechtsdifferenzierung: Intergeschlechtliche Körper passen von Geburt an hinsichtlich der Chromosomen, Genitalien und/oder hormonproduzierenden Organe nicht in die klassischen medizinischen Definitionen von weiblichen und männlichen Körpern. Sie sind natürliche Varianten menschlichen Lebens, werden von der Medizin jedoch oft zu ‚Syndromen‘ erklärt. Inter* ist ein inklusiver Überbegriff, um die vielfältigen Identitäten, Körperlichkeiten, Selbstbezeichnungen und Lebensrealitäten intergeschlechtlicher Menschen zu beschreiben.

Das Beispiel der südafrikanischen Mittelstreckenläuferin Caster Semenya verdeutlicht die Diskriminierung intergeschlechtlicher Menschen im Leistungssport: Sie wurde aus der Frauenkategorie ausgeschlossen und musste ethisch nicht vertretbare ‚Geschlechtstests‘ über sich ergehen lassen. Im Gegensatz dazu können Breitensportverbände inklusivere Strukturen für inter* Personen schaffen.

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