Queeres Sport Glossar
Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt von A bis Z im Sport
AGG
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbietet seit 2006 Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter, sexueller Identität sowie aus Gründen der ethnischen Herkunft oder rassistischen Gründen. Es regelt den Schutz vor Diskriminierung z. B. im Arbeitsleben, im Gesundheitssystem, im Bildungsbereich sowie bei Alltagsgeschäften. Es verpflichtet zur Einhaltung des ...
Ally
Ein Ally (dt. ‚Verbündeter*r‘) ist eine Person, die sich aktiv für den Schutz und die Rechte benachteiligter Gruppen einsetzt, auch wenn sie selbst nicht Teil der Gruppe ist. Dies beinhaltet das Anerkennen der eigenen Privilegien und das Bemühen, diese zu nutzen, um Ungerechtigkeiten zu bekämpfen.
Allys hören den Mitgliedern marginalisierter Gruppen zu und handeln im Einklang mit deren ...
Aromantik
Aromantik ist eine romantische Orientierung, bei der eine Person keine oder kaum romantische Anziehung bzw. kein Interesse an romantischen Beziehungen empfindet. Aromantische Menschen können andere Formen von Beziehungen eingehen sowie sexuelle Anziehung empfinden und Sexualität ausleben. Sie verspüren jedoch keine Notwendigkeit von oder kein Verlangen nach romantischen Beziehungen und ...
Asexualität
Asexualität ist eine sexuelle Orientierung, bei der eine Person kein oder nur ein geringes sexuelles Verlangen bzw. keine oder nur geringe sexuelle Anziehung empfindet. Asexuelle Menschen können romantische Beziehungen eingehen, ohne dabei sexuelle Anziehung zu verspüren. Es ist wichtig zu betonen, dass Asexualität nicht mit Abstinenz oder Unfähigkeit zur Intimität gleichgesetzt werden kann. ...
Binäre Geschlechter
Binär bedeutet so viel wie ‚paarweise vorkommend‘. Das binäre Geschlechtermodell ist die Vorstellung, dass es nur zwei Geschlechter gibt, die ein Gegensatzpaar bilden – nämlich männlich und weiblich. Dieses binäre Modell wird auch als Zweigeschlechtlichkeit bezeichnet. Die beiden Geschlechter lassen sich in einem engeren Verständnis des binären Konzepts zweifelsfrei anhand körperlicher ...
Binder
Ein Binder (auch: Brustbinder oder Chest Binder) ist ein Kleidungsstück, das verwendet wird, um die Brust flach(er) zu machen. Für tin* Personen kann körperliche Aktivität in klassischer Sportkleidung (z. B. enganliegenden Trikots oder Sport-BHs) belastend sein oder Dysphorie auslösen. Ein Binder hilft ihnen, die eigene Körperform so aussehen zu lassen, dass Bewegung als angenehmer und ...
Biologisches Geschlecht
Unter biologischem Geschlecht wird eine medizinische Körpernorm verstanden, die bestimmte Kombinationen körperlicher Merkmale als männlich oder weiblich einordnet. Diese Geschlechtszuschreibung findet meist anhand der äußeren Genitalien bei der Geburt statt.
Durch das biologische Geschlecht schließen Menschen auf das spätere Sozial- und Rollenverhalten eines Kindes (Gender). Zu den ...
Bisexualität/ -romantik
Bisexualität und -romantik bezeichnen die sexuelle und/oder romantische Anziehung sowohl zu Menschen des gleichen Geschlechts als auch anderer Geschlechter. Das bedeutet nicht, dass sich bisexuelle und -romantische Personen nur zu Menschen innerhalb des binären Geschlechtersystems hingezogen fühlen.
Bisexualität/-romantik schließt die sexuelle und/oder romantische Anziehung z. B. zu ...
Cis
Das Adjektiv cis beschreibt Personen, die sich mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt aufgrund der äußeren Genitalien zugeschrieben wurde. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚diesseits‘. Der Begriff wird oft als Gegenteil zu trans* (lat. ‚jenseits‘) verwendet. Dadurch soll vermieden werden, dass es nur für ‚die Anderen‘ ein bezeichnendes Wort gibt und eine ...
Cisnormativität
Cisnormativität setzt Cisgeschlechtlichkeit als gesellschaftliche Norm voraus. Es wird also davon ausgegangen, dass sich alle Menschen ihr ganzes Leben lang mit dem bei der Geburt zugeschriebenen Geschlecht identifizieren. Zudem liegt der Cisnormativität die Annahme eines binären Geschlechtersystems zugrunde, in dem es nur männlich und weiblich gibt. Damit werden trans*, inter* und ...
Coming-out
Das Coming-out beschreibt den Prozess der Bewusstwerdung und Offenbarung der eigenen sexuellen Orientierung und/oder geschlechtlichen Identität. Dabei wird zwischen innerem und äußerem Coming-out unterschieden. Beim inneren Coming-out wird sich eine Person darüber bewusst, dass ihre sexuelle und/oder geschlechtliche Identität von der Norm abweicht. Im inneren Coming-out wird die eigene ...
Deadname
Der Deadname (dt. ‚toter Name‘) ist ein im Laufe des Lebens abgelegter Name. Manchmal wird er auch als ‚Geburtsname‘ bezeichnet, da es sich hierbei meistens um den Namen handelt, der einer Person nach der Geburt gegeben wurde. Vor allem trans* Personen wählen im Rahmen ihrer Transition meist einen neuen Namen, der zu ihrer Geschlechtsidentität passt. Der Deadname hat dann nicht für alle, ...
Dysphorie
Dysphorie bezeichnet ein starkes Gefühl körperlichen und/oder sozialen Unwohlseins. Im Kontext von Queerness kann Geschlechtsdysphorie entstehen, wenn das zugeschriebene Geschlecht nicht mit der eigenen Geschlechtsidentität übereinstimmt. Das daraus resultierende Unwohlsein kann selbstschädigendes Verhalten, Depressionen oder ähnliche psychische Reaktionen zur Konsequenz haben. Neben der ...
Ehe für alle
Seit 2017 können auch gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland die standesamtliche Ehe schließen. Vorher war die Ehe nur für heterosexuelle Paare möglich. Die Öffnung der Ehe wird umgangssprachlich als ‚Ehe für alle‘ bezeichnet. Zuvor hatten gleichgeschlechtliche Paare seit 2001 die Möglichkeit einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, welche jedoch nicht die gleiche rechtliche Stellung wie ...
Endogeschlechtlich
Endogeschlechtlich, oder abgekürzt ‚endo‘, bezeichnet Menschen, die nicht intergeschlechtlich sind, deren Körper also eindeutig in die gesellschaftliche und medizinische Norm von männlichen und weiblichen Körpern passen. Endogeschlechtliche Menschen haben Vorteile, da sie ihren Geschlechtskörper nicht erklären müssen und aufgrund dieses Geschlechtskörpers nicht pathologisiert werden. Der ...
Genderfluid
Genderfluid meint eine ‚fließende‘ Geschlechtsidentität, die in Bewegung und veränderbar ist. Als genderfluid bezeichnen sich also Menschen, die sich nicht permanent mit nur einem Geschlecht identifizieren. Je nach Person kann sich die Geschlechtsidentität über einen längeren Zeitraum oder eher punktuell in bestimmten Situationen und Zusammenhängen, manchmal oder auch sehr oft, spontan oder ...
Geschlechtersensible Sprache/Gendern
Geschlechtersensible Sprache bzw. Gendern hat zum Ziel, alle Geschlechter explizit mitzunennen. So soll Sprache in Bezug auf Geschlecht diskriminierungsfrei gestaltet werden. Dies lässt sich auf unterschiedliche Arten umsetzen. Bekannt ist mittlerweile das sogenannte Gendersternchen(*). Dieses steht bei Personenbezeichnungen auch für Geschlechter, die nicht (nur) männlich oder weiblich ...
Geschlechtsausdruck
Geschlechtsausdruck beschreibt, wie Menschen ihr Geschlecht nach außen hin zeigen. Dazu gehören bspw. Kleidung, Frisur, Schmuck und vieles mehr, das genutzt werden kann, um das eigene Geschlecht durch Symbole zu kommunizieren. Aber auch Körperhaltung und Gestik können Teil des Geschlechtsausdrucks sein. Viele Menschen orientieren ihren Geschlechtsausdruck an der gesellschaftlichen Norm für ...
Geschlechtsidentität
Die Geschlechtsidentität ist das innere Wissen über das eigene Geschlecht. Hierbei handelt es sich um ein individuelles, tief verankertes Erleben, das nicht bewusst verändert werden kann. Wie genau Geschlechtsidentität entsteht, ist bislang unklar. Es spielen jedoch vermutlich sowohl biologische als auch soziale Prozesse eine Rolle. Die Geschlechtsidentität fällt unter das im AGG geschützte ...
Heteronormativität
Heteronormativität ist eine gesellschaftliche Norm, die von der Endo- sowie Cisgeschlechlechtlichkeit und Heterosexualität aller Menschen ausgeht: Nach dieser Norm sind also zunächst alle Menschen eindeutig entweder Männer oder Frauen. Diese beiden Geschlechter unterscheiden sich des Weiteren grundsätzlich und beziehen sich in exklusiven Zweierbeziehungen sexuell und romantisch aufeinander. ...
Heterosexualität/ -romantik
Heterosexualität/-romantik bezeichnet die sexuelle und/oder romantische Anziehung zu Personen des anderen binären Geschlechts. Sie wird häufig als Norm gesetzt. In der heteronormativen Vorstellung wird davon ausgegangen, dass es nur zwei Geschlechter gibt, die sich gegenseitig sexuell und romantisch begehren. Im Allgemeinen wird Heterosexualität deshalb als Begriff für Frauen, die sich ...
Homosexualität/ -romantik
Homosexualität/-romantik bezeichnet die sexuelle und/oder romantische Anziehung zu Menschen des gleichen Geschlechts. Dem gegenüber steht der Begriff Heterosexualität/-romantik. Im Europa des 19./20. Jahrhunderts wurde Homosexualität zunächst als psychiatrische Diagnose eingeführt. Erst 1990 wurde der Begriff von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus ihrem Krankheits- und Diagnosekatalog ...
Hormontherapie (HET)
Hormontherapien oder Hormonersatztherapien (HET) sind eine medizinische Behandlungsmethode, bei der Hormone aus unterschiedlichen Gründen von außen zugeführt werden. Für trans* Personen ist dies oft ein zentraler Schritt in der Transition, damit ihr Körper sich in einer Art zweiten Pubertät in die für sie richtige Richtung entwickelt. Die Hormongabe beeinflusst dabei vor allem ...
IDAHOBITA*
Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*-, Trans*- und Asexuellenfeindlichkeit findet seit 2005 jährlich am 17. Mai statt. Das Datum wurde in Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt. An diesem Tag beschloss die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen. Anlässlich dessen finden an vielen Orten weltweit Aktionen, ...
Intergeschlechtlich
Intergeschlechtlichkeit bezeichnet biologische Besonderheiten bei der Geschlechtsdifferenzierung: Intergeschlechtliche Körper passen von Geburt an hinsichtlich der Chromosomen, Genitalien und/oder hormonproduzierenden Organe nicht in die klassischen medizinischen Definitionen von weiblichen und männlichen Körpern. Sie sind natürliche Varianten menschlichen Lebens, werden von der Medizin ...
Intersektionalität
Der Begriff Intersektionalität (vom englischen Wort ‚intersection‘ = Kreuzung) wurde von Schwarzen Feministinnen in den USA geprägt. Er bezeichnet die Überschneidung und Wechselwirkung verschiedener Diskriminierungsformen (Mehrfachdiskriminierung). So unterscheiden sich z. B. die Diskriminierungserfahrungen queerer Schwarzer Personen von den Erfahrungen, die entweder queere oder Schwarze ...
Lesbisch
Lesbisch ist eine Selbstbezeichnung für Menschen, die sexuelle und/oder romantische Anziehung zu Frauen und anderen weiblichen Personen empfinden. Sie wird vor allem von Frauen, aber auch von manchen nicht-binären Menschen verwendet. Der Begriff wird dem der Homosexualität vorgezogen, da dieser lesbische Liebe sprachlich auf Sexualität reduziert. Lesben erhalten gesellschaftlich kaum ...
Nicht-binär
Nicht-binär ist ein Überbegriff für Menschen, die sich nicht (nur und/oder dauerhaft) mit einem der binären Geschlechter männlich und weiblich identifizieren. Manche nicht-binäre Menschen erleben sich selbst dabei gleichzeitig auch als trans*oder inter*, andere nicht. Deshalb werden die Begriffe trans*, inter* und nicht-binär oft einzeln nebeneinander genannt, obwohl es Überschneidungen ...
Norm
Eine Norm bezeichnet gesellschaftliche Erwartungen und Ansprüche an Menschen. Diese werden sozial, manchmal auch medizinisch oder rechtlich kontrolliert, indem Abweichungen markiert und ggf. bestraft werden, bspw. durch Diskriminierung, Pathologisierung oder Kriminalisierung. In Bezug auf queere Menschen sind vor allem Heteronormativität und Cisnormativität relevant, aber auch normative ...
Outing
Ein Outing bezeichnet im Gegensatz zum Coming-out das unfreiwillige Offenbaren der eigenen sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität durch eine andere Person. Oftmals ist dies mit der Absicht verbunden, der geouteten Person zu schaden. Ein Outing verletzt die Privatsphäre eines Menschen und kann schwerwiegende Schäden zur Folge haben. Besonders im deutschen Sprachgebrauch ...
Pansexualität/-romantik
Pansexualität/-romantik enthält das altgriechische Wort ‚pan‘ für ‚alles‘. Der Begriff beschreibt demnach die sexuelle und/oder romantische Anziehung zu Menschen aller Geschlechter oder unabhängig vom Geschlecht. Von der Bisexualität lässt sich die Pansexualität dadurch abgrenzen, dass bisexuelle Menschen sich zum eigenen und zu anderen, aber nicht unbedingt zu allen Geschlechtern hingezogen ...
Paragraf 175
Der 1871 durch den Norddeutschen Bund eingeführte Paragraf 175 stellte sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe. 1935 wurde er durch die Nationalsozialisten erheblich verschärft. Die Bundesrepublik Deutschland (BRD) übernahm das Gesetz zunächst in unveränderter Fassung und entschärfte es 1969. Endgültig abgeschafft wurde der Paragraf 175 erst 1994. Bis dahin wurden in der BRD rund ...
Passing
Passing leitet sich von dem englischen Wort ‚to pass‘ (dt. ‚als etwas durchgehen‘) ab. In Bezug auf Geschlecht bedeutet Passing, dass einer trans* oder inter* Person ihre Abweichung von der cisgeschlechtlichen Norm nicht anzusehen ist – z. B. wenn ein trans* Mann von seiner Umgebung als cis Mann wahrgenommen wird. Ein ‚gutes Passing‘ ist für viele Menschen ein Ziel der Transition: Sie wollen ...
Pathologisierung
Pathologisierung beschreibt die Bewertung von grundsätzlich gesunden Lebensweisen und körperlichen Besonderheiten (z. B. Varianten der Geschlechtsentwicklung, Homosexualität, Trans*) als krankhaft. So werden diese Lebensweisen und körperlichen Besonderheiten in den Zuständigkeitsbereich der Medizin verschoben, was oft grundlose Begutachtungen und medizinische Maßnahmen zur Konsequenz hat. ...
Personenstand
In Deutschland gehören zum Personenstand z. B. Geschlechtseintrag, Name, Geburtsdatum und Geburtsort. Darüber kann die juristische Identifikation eines Menschen erfolgen. In queeren Kontexten ist der Personenstand vor allem für die Änderung des Vornamens und des Geschlechtseintrages relevant, z. B. wenn diese im Rahmen einer Transition geändert werden sollen. Inter*, trans* und nicht-binäre ...
Polysexuell
Polysexualität bezeichnet die sexuelle Orientierung von Menschen, die sich zu mehreren Geschlechtern – aber nicht unbedingt zu allen – sexuell hingezogen fühlen. So fühlen sich manche polysexuelle Menschen z. B. zu männlichen und nicht-binären, aber nicht zu weiblichen Personen hingezogen. Polysexualität ist auch der Überbegriff für sexuelle Orientierungen, die eine Anziehung zu mehreren ...
Queerfeindlichkeit
Queerfeindlichkeit bezeichnet die Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen, die nicht der Cis-Heteronorm entsprechen. Sie kann zu sozialer Ausgrenzung, Mobbing, Gewalttaten und anderen Formen der Unterdrückung führen. Queerfeindlichkeit findet dabei nicht allein auf individueller Ebene statt – vielmehr ist sie institutionell verankert. Das bedeutet, dass sie sich in Gesetzen, Richtlinien ...
Questioning
Der Begriff questioning wird oftmals von Menschen verwendet, die sich in Bezug auf ihre Identität in einem Suchprozess befinden und noch kein ‚queeres Label‘ für sich gefunden haben. Er kann sich sowohl auf die sexuelle Orientierung als auch auf die geschlechtliche Identität beziehen. Wenn Menschen merken, dass sie nicht der heteronormativen Norm entsprechen, wissen sie nicht immer sofort ...
Regenbogenfamilie
Eine Regenbogenfamilie ist eine Familie, in der sich mindestens ein Elternteil der LSBTIQ* Community zugehörig fühlt. ‚Regenbogen‘ bezieht sich auf die Vielfalt der sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten, die in der Familie vertreten sein können. Daher sehen Regenbogenfamilien auch nicht alle gleich aus, sondern können aus ganz verschiedenen Konstellationen bestehen. So ...
Safer Space
Safer Spaces bieten Menschen einen möglichst sicheren und geschützten Raum, in dem sie weniger Diskriminierung als in ihrer alltäglichen Umgebung erfahren. Daher sind sie wichtig für Personen, die solche Erfahrungen machen und deren Lebensrealität von vielen anderen Menschen nicht verstanden wird, weil sie diese nicht teilen.
Safer Spaces ermöglichen einen offenen Austausch und somit ...
Selbstbestimmung
Selbstbestimmung beschreibt die Möglichkeit, über das eigene Leben zu entscheiden. Diese Freiheit stellt ein Grundrecht dar, welches im Grundgesetz (Art. 2) verankert ist. Für queere Menschen wird dieses Recht in Deutschland allerdings an einigen Stellen eingeschränkt. Beispielsweise können trans*, inter* und nicht-binären Personen ihren Personenstand nicht selbstbestimmt ändern. Stattdessen ...
Selbstbestimmungsgesetz
Unter einem Selbstbestimmungsgesetz wird ein Gesetz verstanden, das es ermöglicht, Vornamen und Geschlechtseintrag selbstbestimmt zu ändern. Bisher war dies in Deutschland nur über das Transsexuellengesetz (TSG) und § 45b des Personenstandsgesetzes möglich. Diese Regulierungen verlangten jedoch medizinische Gutachten bzw. Atteste für eine rechtliche Transition, wodurch Geschlecht außerhalb ...
Selbstbezeichnung
Die Selbstbezeichnung ist ein von der betreffenden Person für sich gewählter Begriff, der ihrer Selbstwahrnehmung entspricht. In queeren Kontexten geht dieser Selbstbezeichnung oft eine lange Geschichte von Reflexion und Erkunden verschiedener Labels, also Identitätsbegriffe, voraus.
Der Selbstbezeichnung steht die Fremdbezeichnung gegenüber, die andere Menschen einer Person aufgrund ...
Sexuelle Orientierung
Die sexuelle Orientierung bezieht sich auf das sexuelle Begehren einer Person. Dieses kann ein zentraler Bestandteil der Identität sein und verschiedene Formen annehmen, beispielsweise Asexualität, Bisexualität, Heterosexualität, Homosexualität und Pansexualität. Die sexuelle Orientierung kann in Zusammenhang mit Geschlechtsidentität und Geschlechtsausdruck stehen. Jedoch lässt sich keines ...
Sternchen (*)
Das Sternchen, auch Asterisk genannt, ist ein Platzhalter. Es kommt aus der Computersprache und zeigt an, dass an der betreffenden Stelle weitere Inhalte ergänzt werden können.
Bei den Begriffen trans*, inter*, FLINTA* oder LSBTIQ* steht der Asterisk für die Offenheit zur Erweiterung der Begriffe. Als Gendersternchen wird er bei Personenbezeichnungen zwischen die männliche und weibliche ...
Testosteron
Testosteron ist ein Sexualhormon, das in jedem Körper vorkommt, jedoch in unterschiedlichen Mengen. Es beeinflusst viele körperliche Funktionen, darunter Muskelaufbau, Knochendichte, Libido und die Entwicklung sekundärer Geschlechtsmerkmale. Für queere Menschen kann Testosteron eine besondere Bedeutung haben: Trans*maskuline und nicht-binäre Personen nutzen es oft im Rahmen einer ...
Trans*
Das Adjektiv trans* ist eine Selbstbezeichnung von Menschen, deren Geschlechtsidentität nicht (immer und/oder vollständig) mit dem Geschlecht übereinstimmt, das ihnen bei der Geburt aufgrund der äußeren Genitalien zugeschrieben wurde. ‚Trans‘ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚jenseits‘ oder ‚darüber hinaus‘. Damit wird darauf verwiesen, dass das eigene Geschlecht über die Zuschreibung ...
Trans*misogynie
Trans*misogynie zeigt sich im Sport besonders deutlich: Öffentliche Debatten über trans* Personen richten sich fast ausschließlich gegen trans* Frauen – sei es durch die Unterstellung, eine cis Frau sei eigentlich trans* oder durch die Behauptung, ‚Männer‘ würden in den Frauensport wechseln, um erfolgreicher zu sein. Solche Annahmen sind nicht nur medizinisch und biologisch unbegründet, ...
Transition
Eine Transition, oft auch Geschlechtsangleichung genannt, ist der Prozess, in dem eine Person ihr Geschlecht auf verschiedenen Ebenen ihrer Geschlechtsidentität anpasst. Dieser Prozess wird meist in die drei Aspekte sozial, rechtlich und medizinisch unterteilt. Zum sozialen Prozess gehören das Coming-out sowie ggf. die inoffiziellen Änderungen von Vornamen, Pronomen und Auftreten. Vornamen ...
Varianten der Geschlechtsentwicklung
‚Varianten der Geschlechtsentwicklung‘ ist ein Oberbegriff für vielfältige und fast immer gesunde Besonderheiten der körperlichen Geschlechtsdifferenzierung. Diese können bei den Chromosomen, Hormonen, hormonproduzierenden Organen oder den Genitalien vorkommen. Der Begriff wird oft synonym für Intergeschlechtlichkeit genutzt. Jedoch ist intergeschlechtlich, genau wie inter*, eine ...
Zugewiesenes Geschlecht
Das zugewiesene Geschlecht ist das Geschlecht, das bei der Geburt eines Kindes anhand der Genitalien festgelegt wird. Deshalb wird es manchmal auch ‚Hebammengeschlecht‘ genannt. Als zugewiesen wird es bezeichnet, weil Neugeborene nicht selbst über ihr Geschlecht bestimmen. Es wird auch von zugeschriebenem Geschlecht gesprochen, da von den Genitalien auf ein Geschlecht geschlossen wird. Der ...
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